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Aus der Wüste nach Grinzing
Melancholischer als gewohnt verzauberten "Dobrek Bistro" am Freitag das Wiener Porgy & Bess in einen Kessel, in dem, so scheint's, der gesamte musikalische Weltschmerz verkocht wurde.
Ungemein virtuos, mit extremer Dynamik im Kleinsten, zugleich äußerst sensibel, nähern sich Dobrek und Biz ihrer Melange aus Südamerikanischem, Osteuropäischem mit Stettl- Charakter, Orientalischem, der Roma-Musik und der Pariser Musette - die selbst reinrassige Mischkulanz ist.

Wenn dann Astor Piazzolla, der Großmeister des Akkordeons, von Dobrek auf einem Kamel durch die Wüste oder auf ein Vierterl nach Grinzing transferiert wird, offenbart sich die bestechende Eigenart von Dobrek Bistro: Die auf den ersten Blick kaum zu vereinbarenden Philosophien der verschiedensten Stile werden umgedeutet und in einen neuen Sinnzusammenhang gestellt - "Weltmusik" im besten Sinn eben. (ku)

 
  Novoe Vremya - (Russland)
Und nun "Gnessinskij" Saal in der Powarskaja Straße. Eine wahnsinnige Hektik - das Konzert mehr als ausverkauft - dank des stets gut funktionierenden Informationsflusses unter dem Moskauer Publikum. Warteschlangen um "Dobrek Bistro" CDs zu bekommen, welche wie warme Semmeln in Hungerszeiten weggehen. Und endlich ist das Quartett auf der Bühne […]
Ihre Musik mit Worten zu beschildern, ist eine undankbare Angelegenheit, genauso schwer wie das Wesen der Filme von Emir Kusturica, Prosa von Assar Eppel, oder Bilder von Ilja Kabakov zu beschreiben. (Jewgenij Barankin) orig. russisch
 
  Weitere Information, Kritiken & Hörbeispiele finden Sie unter: www.dobrek-bistro.com